Über das Erstgespräch

Wenn sich heutzutage jemand für Freimaurerei interessiert, aber keinen Freimaurer in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft hat, den er fragen könnte, dann fragt er Google, klar.

Die Suchmaschine sucht ihm daraufhin etwas heraus, und der Interessent klickt sich durch, meist beim ersten Treffer beginnend, bis ihm ein Angebot gefällt, beispielsweise dieses hier. (Übrigens, ich selbst wollte vor ca. 5 Jahren keine typische Visitenkarte lesen, die ein Mal online abgegeben wird und dann nie mehr gepflegt. Sondern das Angebot sollte „leben“ und dabei gleichzeitig offen und einladend daherkommen, aber auch Vertraulichkeit ausstrahlen.)

Wenn dann das Interesse geweckt ist, mehr zu erfahren, was dann? Naja, also man könnte natürlich noch weiter googeln. Wo die Freimaurer sich treffen, wie sie für einen Spielplatz sammeln, wie das sogenannte „Ritual“ abläuft usw. Für mich war das keine Option, wissen Sie. Mein Vater gab mir mit, Junge wenn du dich für einen Ferrari interessierst, sei irgendwann erwachsen genug und leg die Prospekte hin und mach eine Probefahrt.

So eine Probefahrt nennt man „bei Freimaurers“ ein Erstgespräch. Die Initiative hat man selber. Man schickt eine Kontaktanfrage an die Loge, für die man sich interessiert, mit der Anfrage um ein Erstgespräch. Bei uns finden Erstgespräche -im Gegensatz zu den Gästeabenden, die feste Termine haben- immer ziemlich spontan statt, also das geht schnell. Gerne zum Wochenende hin, da wir eine Freitagsloge sind.

Blick in das Restaurant "Das Speisekabinett" im LogenhausSie kriegen also eine Antwort-E-Mail und man macht einen Termin aus, und natürlich einen Treffpunkt. Letzterer ist fast immer der Ort, wo die Loge „arbeitet“ wie wir sagen, also sich regelmäßig trifft. Bei uns in Hamburg können Sie sich freuen auf eine location, die ihresgleichen sucht in der Hansestadt, nämlich das Logenhaus in der Moorweidenstraße 36, nähe Dammtor. Dort treffen wir uns im Restaurant, das selbst schon sehenswert ist, siehe Fotos.

Ein Erstgespräch findet immer im kleinen Kreis statt, d. h. unter vier bis acht Augen. Von unserer Seite sind ein bis zwei Brüder dabei, meist ein erfahrener älterer Bruder und ein jüngerer. Und Sie bringen gerne Ihre Partnerin (oder Partner) mit, oder einen Verwandten oder Kollegen – oder halt niemanden, wie Sie möchten.

Ja, und dann unterhält man sich. Das geht sehr viel lockerer und offener als Sie denken. Denn schauen Sie, das sind ja nicht nur Freimaurer, die da mit Ihnen am Tisch sitzen, sondern es sind ja z. B. ein Klempner und ein Arzt, oder ein Controller und ein Landwirt, oder wie auch immer – einfach ganz normale, alltägliche Menschen, die sich irgendwann entschieden haben, an sich zu arbeiten und für sich und für andere Gutes zu tun.

Da nun unser Logenhaus in Hamburg eine ganz besondere Präsenz und Faszination ausstrahlt, kann man natürlich das Erstgespräch auch kombinieren mit einem kleinen Rundgang – wie Sie möchten. Diese Eindrücke behalten Sie für immer, egal ob Sie irgendwann selbst Freimaurer werden oder nicht.

Irgendwann ist leider auch das schönste Gespräch vorbei, und jeder geht wieder seiner Wege. Ihr Getränk zahlen wir. Ob Sie zum nächsten Gästeabend eingeladen werden möchten oder nicht, haben Sie uns dann gesagt und wir veranlassen ggfs. alles Weitere.

Falls es Sie interessiert, wie es weitergeht: Über die Gästeabende


Bildquellen:
Blick in das Speisekabinett (1), Autor: Speisekabinett / Mit frndl. Genehmigung
Blick in das Speisekabinett (2), Autor: Speisekabinett / Mit frndl. Genehmigung

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